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Was ist ein AMOLED Display?

Ein AMOLED Display findest du besonders bei Smartphones im oberen Preissegment. Bildschirme, die auf der Technologie von AMOLED basieren, kommen jedoch auch bei Notebooks, Tablets und Fernsehern zum Einsatz.

Überblick über das AMOLED Display

  • AMOLED ist ein Akronym für die englische Bezeichnung von organischen Leuchtdioden (siehe weiter unten). Jede dieser Leuchtdioden ist beim AMOLED Display eine eigene Lichtquelle. Daher ist keine zusätzliche Hintergrundbeleuchtung erforderlich.
  • Das AMOLED Display hat eine Lebensdauer (bei maximaler Helligkeit) von 5.000 bis 12.000 Stunden.
  • Die größten Vorteile dieser Technologie sind der niedrige Energiebedarf, die satten Farben und die hohen Kontraste.
  • Der wesentliche Nachteil von AMOLED ist die im Vergleich zum LCD-Display oder -Bildschirm geringere Helligkeit. Auch die Lebenserwartung kommt an LCD nicht heran.

AMOLED im Detail

Das englische Akronym AMOLED steht für „Active-Matrix-Organic-Light-Emitting-Diode“. Das bedeutet: Beim AMOLED Display bilden organische Leuchtdioden eine Aktiv-Matrix. Die Vorläufertechnologie ist OLED. Beide Varianten (AMOLED und OLED) bestehen aus LEDs als eigenständigen Lichtquellen. Die entscheidende Weiterentwicklung von AMOLED gegenüber OLED ist die Steuerung jedes einzelnen Pixels über die Aktiv-Matrix. Diese steuert mit einem elektrischen Impuls die Leuchtdioden an. Jedes Pixel besteht aus drei Subpixeln (grün, blau und rot), die wiederum separat mehr oder weniger stark aktiviert werden, sodass sich aus der Mischung eine spezifische Farbe ergibt. Für eine schwarze Darstellung bleiben alle Subpixel ausgeschaltet. Überdies sind AMOLEDs selbstleuchtend. Dadurch entfällt die zusätzliche Hintergrundbeleuchtung, was den großen Vorteil einer sehr dünnen Bauweise beim AMOLED Display mit sich bringt.

Entstehung von AMOLED aus OLED

OLED ist das Akronym für Organic LED. Schon hier bestehen die Leuchtdioden aus organischen Materialien. Auch hier ist kein Hintergrundlicht für die Farbe Schwarz erforderlich, was Akkukapazitäten spart. OLEDs sind allerdings teurer als LC-Displays und halten nicht so lange. Gegenüber AMOLEDs fallen sie farblich deutlich zurück, weil sie noch nicht über die Aktiv-Matrix verfügen. Auch baut ein AMOLED Display das Bild deutlich schneller auf und stellt damit Bewegungsabläufe flüssiger dar.

AMOLED Display im Einsatz

Das AMOLED Display wird für Smartphones, Tablets, Notebooks und Fernseher verwendet. Es kann auf weiteren Oberflächen eingesetzt werden, weil es inzwischen auch biegsam ist. Daher dürften bald (Stand: April 2021) die ersten Kleidungsstücke mit AMOLED auftauchen.

AMOLED: Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • Satte Farben (gerade beim Schwarz)
  • Hohe Kontraste, dadurch scharfe Darstellung
  • Sehr gute Blickwinkelstabilität
  • Keine Hintergrundbeleuchtung erforderlich
  • Ermöglicht hauchdünne Displays
  • Niedriger Energiebedarf

Nachteile:

  • Geringere Lebensdauer als LC-Displays
  • Teurer als LC-Displays

Ist ein AMOLED Display dem LCD überlegen?

Diese Frage wird unter Fans hochwertiger Smartphones, die mit AMOLED ausgestattet sind, gern diskutiert. Eine objektive Antwort fällt schwer, denn natürlich hat ein AMOLED Display die beschriebenen Vorteile, doch denen stehen auch Nachteile gegenüber. Selbst der eigentlich unbestrittene Vorteil der satteren, kräftigeren und kontrastreicheren Darstellung wird von Kritikern nicht so wahrgenommen, denn sie betrachten die mit AMOLED entstehenden Farben als übersättigt und damit als unnatürlich. Ein LCD soll nach ihrer Auffassung für natürlichere Bilder sorgen. Es schafft auch eine höhere Helligkeit und ist in der Herstellung dabei günstiger bei längerer Lebensdauer. Daher ist es auch eine Geschmacksfrage, ob das AMOLED der Weisheit letzter Schluss sein soll.

Was ist ein Super AMOLED?

Samsung hat sich „Super AMOLED“ als Markennamen schützen lassen. Es handelt sich also um ein ganz normales AMOLED Display.

Was sind IPS- und Retina-Displays?

Hierbei handelt es sich um Premium-LCD-Technologien. IPS bedeutet In Plane Switching, Retina baut auf IPS auf.

Dennis F.
Dennis blickt auf eine mehr als 10-jährige Berufserfahrung als Produkt- und Marketing Manager in der Technikbranche zurück. Dabei war er bei renommierten Smartphone- als auch namenhaften IT- und Netzwerkherstellern tätig. Von der Produktentwicklung, dem technischen Service bis hin zur Produktvermarktung, war Dennis an jeder Station maßgeblich mitbeteiligt. Seit 2019 ist Dennis zusätzlich als Technik-Redakteur bei Testventure.de tätig und stellt unseren Lesern sein Fachwissen bestmöglich zur Verfügung.
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