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Mein Handy Akku lädt nicht mehr: Was kann ich tun?

Du schließt das Ladegerät an, aber der Akku lädt nicht. Dann schaltet der ein oder andere Nutzer schon mal in den Panikmodus. Ja, es geht nicht mehr ohne, das Smartphone ist inzwischen für viele die wichtigste Schnittstelle zur Außenwelt geworden. Aber das Ladeproblem hat meist völlig simple Ursachen, die du leicht selber beheben kannst.

Der Akku lädt nicht mehr: Das Ladekabel als Verursacher

In sehr vielen Fällen ist das Ladekabel defekt und lädt das Handy nicht mehr auf. Ein zweites Kabel ist dann hilfreich, mit dem man Handy und Netzteil verbindet. Funktioniert dann die Ladung wie erwartet, hast du die Ursache für dein Problem bereits gefunden. Du kannst auch versuchen, das Kabel an einem anderen Gerät zu verwenden. Findet auch hier keine Stromübertragung statt, ist ebenfalls das Kabel brüchig, und das Aufladen kann nicht gelingen.

Auch das Netzteil kann Probleme bereiten. Wenn es besonders lange dauert, bis der Stromspeicher seine volle Kapazität erreicht, ist hier ein Problem zu vermuten. Wird das Gerät außerdem deutlich heißer als üblich und brummt vielleicht sogar beim Aufladen, kannst du sicher sein, dass es nicht ordentlich arbeitet.

Preiswerter Ersatz verschafft Abhilfe

Auch in diesem Fall hilft das Ausschlussprinzip, diesmal mit Hilfe eines zweiten Netzteils. Als Alternative eignet sich die Verbindung des Smartphones mit dem Computer über USB. Oder du testest das Netzteil mit einem anderen Stromverbraucher, etwa mit einem einem anderen Smartphone.

Stellt sich heraus, dass das Netzteil tatsächlich nicht mehr zu gebrauchen ist, lässt sich ein Austausch nicht vermeiden. Ein neues Netzteil ist jedoch nicht besonders kostspielig. Schon für rund 10-20 Euro bekommst du beim Hersteller oder in diversen Internetshops ein originales Ersatzgerät.

Sitz die Schutzhülle richtig?

Viele nutzen mittlerweile Smartphone-Hüllen, um die empfindlichen Oberflächen vor Kratzern zu schützen. Die Plastik-Verkleidungen können aber auch die Anschlüsse blockieren, der Kabelstecker passt dann nicht mehr korrekt in die Kabelbuchse und der Handy Akku lädt nicht mehr. Also die Hülle auf richtigen Sitz überprüfen, damit sie den Anschluss nicht verdeckt.

Die Software auf den neuesten Stand bringen

Das Laden findet am besten im Ruhezustand statt. Einige Anwendungen verbrauchen viel Strom, und das laden dauert entsprechend länger. Achte also darauf, dass wirklich alle Apps geschlossen sind, wenn du das Ladegerät anschließt. Auch das Laden „On the Fly“, also bei weiterer Internetnutzung während des Ladens, kann mehr Strom verbrauchen, als der Stromspeicher liefern kann.

Im Hintergrund sind einige Dienste immer aktiv, das gilt auch für den Ladeprozess. Bluetooth und WLAN benötigen ebenfalls viel Strom. Erst wenn du das Handy vollständig ausschaltest, entfällt diese Fehlerquelle. Oder stell den Flugmodus ein, dann sind diese Dienste ebenfalls abgeschaltet, und du weißt, ob sie die Ursache sind.

Android und iOS bieten in regelmäßigen Abständen Updates für ihre Betriebssysteme an, um Sicherheits- und Leistungslücken zu beheben. Nutze immer wieder diesen Service, besonders wenn dein Handy Akku nicht mehr lädt oder es zu Störungen kommt.

Die gefürchtete Tiefenentladung

Im Normalfall regelt eine interne Software das Auf- und Entladen des Akkus, um eine Überkapazität oder zu geringe Ladung zu verhindern. Die Batterie hat also immer eine gewisse Restladung. Wenn du aber dein Smartphone für eine längere Zeit nicht benutzt, kann dennoch die sogenannte Tiefenentladung das Ergebnis sein. In diesem Zustand reagiert das Handy erst mal gar nicht, wenn du es an ein Ladegerät anschließt. Erst nach einigen Minuten zeigt das Display den Ladevorgang an. Wenn aber auch nach 10 Minuten noch immer nichts passiert, kann der Fehler nicht durch den zu geringen Ladestand entstanden sein. Bei der Tiefenentladung liegt an den Kontakten keine Spannung mehr an.

Wenn das eigene Bemühen keinen Erfolg bringt, weiß der Fachmann noch eine andere Methode. Mit einer erhöhten Stromzufuhr wird er versuchen, das Smartphone buchstäblich wiederzubeleben. Diese Vorgehensweise ist aber unbedingt eine Angelegenheit für ausgewiesene Handy-Experten, denn bei Selbstversuchen kommt es schon mal zu Überspannungen. Dann steht plötzlich der Akku deines Smartphones in Flammen mit unter Umständen schlimmen Folgen für die Umgebung, und ein Neukauf wird unvermeidlich.

Sauber währt am längsten

Wir alle wischen und wienern unser Smartphone mehrmals am Tag mit einem weichen Tuch, um den Bildschirm zu säubern und um einen klaren Blick auf das Display zu haben. Andere Komponenten übersehen wir meist, weil sie unauffällig sind und die Nutzung nicht beeinträchtigen. Aber auch der Ladeanschluss am Handy kann durchaus verschmutzen, und das Handy lädt nicht mehr. Denn immerhin tragen wir das Gerät den ganzen Tag mit uns in der Gegend herum. Eine kleine Fluse in der Jackentasche reicht bereits aus, um den Stecker zu verstopfen, und der Ladevorgang ist blockiert.

Mit einem kleinen Pinsel oder einem Q-Tipp kannst du versuchen, den Fremdkörper zu entfernen. Du solltest aber unbedingt das Handy mit dem Anschluss nach unten halten. Anderenfalls kann die Verschmutzung in den Stecker hineinfallen, was nicht Sinn und Zweck der Übung sein kann. Der Fachhandel bietet außerdem spezielle Interdentalbürsten oder Reinigungs-Gummis an.

Harte Gegenstände sind ungeeignet

Zahnstocher, Büroklammern oder Nadeln sind am Handy keine gute Idee. Denn die Buchse könnte durch die harten Hilfsmittel Schaden nehmen. Viele helfen sich mit einem vehementen „Durchpusten“ des Anschlusses, aber diese Methode entfernt die winzigen Partikel nicht, sondern verlagert sie nur tiefer in das Gerät.

Oft findet kein Ladevorgang statt, weil im Inneren des Handys zwischen Stromspeicher und Kontakten Verschmutzungen entstanden sind, die den Stromfluss behindern, und der Akku lädt deshalb nicht. Diese Problemstellen sind ebenfalls zu überprüfen und bei Bedarf mit einem trockenen Wattestäbchen, Pinsel oder Tuch zu reinigen.

Falsche Speicherkarte?

Nicht jedes Handy unterstützt jede microSD-Karte. Sind beide nicht kompatibel, kann der vor kurzem neu eingelegte Speicher der Grund sein, und das Handy lädt nicht mehr. Entferne also die Speicherkarte und lege sie erneut ein. Wird es mit dieser Methode besser, solltest du dir eine andere Karte von einem Hersteller besorgen, der mehr Wert legt auf die Verarbeitung seiner Produkte.

Schadsoftware und Viren

Nicht nur der Bildschirm bleibt dunkel oder das Zeigegerät friert ein, wenn Schadprogramme den Computer befallen haben. Bestimmte Viren unterbrechen auch den Ladevorgang, blockieren den Akku, und das Handy kann nicht mehr geladen werden. Aber auch eine neue App, wenn sie aus einer unseriösen Quelle stammt, kann den Fehler verursachen. Dann hilft das Deinstallieren der fragwürdigen Anwendung und – wenn die Kapazität des Stromspeichers noch ausreicht – das Aufspielen eines Virenscanners.

Weitere Software-Probleme

Fehlerhaft programmierte Apps, aus Absicht oder Unvermögen, können weitere Probleme verursachen. Manchmal lädt das Smartphone dann nur noch, wenn es ausgeschaltet ist. Oder der Akku lädt nicht, weil das Telefon das eingesteckte Kabel zwar erkennt, aber die Lade-Anzeige zeigt keinen Fortschritt an. Das sind die üblichen Anzeichen, die besonders nach dem Installieren einer neuen App vorkommen können.

Dann müssen alle zuletzt hinzugekommenen Programme deinstalliert werden, und ein Neustart wird erforderlich. Hilft auch das nicht, kannst du das Gerät auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Vorher lege aber besser ein Backup deiner persönlichen Einstellungen und Daten an, die gehen nämlich bei diesem Vorgang verloren.

Trouble-Shooter sind Tools für die Analyse deines Handys. Sie erkennen schadhafte Software und zeigen auch Dienste und Anwendungen an, die für die Ladeprobleme verantwortlich sein können. In den bekannten App Stores findest du eine Vielzahl dieser Anwendungen, die meist kostenlos erhältlich sind.

Den Akku austauschen

Wenn all deine Bemühungen nicht zum Erfolg führen, das Handy lädt nicht mehr trotz allen Aufwands, dann hilft nur noch ein Austausch. Bei einem neuen Handy greift während des ersten halben Jahres aber noch die gewährte Garantie. Ein passender Ersatz-Akku ist meist schon günstig zu haben. Achte aber beim Neukauf auf die genaue Spezifikations-Nummer und die Modellbezeichnung deines Geräts. Viele Hersteller bevorzugen inzwischen aber fest verbaute Stromspeicher, und bei diesen Modellen bleibt nur die Kontaktaufnahme mit dem Reparatur-Service des Herstellers oder ein Besuch im nächsten Handy-Laden.

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Letzte Aktualisierung am 2.10.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Dennis F.
Dennis F.
Dennis blickt auf eine mehr als 10-jährige Berufserfahrung als Produkt- und Marketing Manager in der Technikbranche zurück. Dabei war er bei renommierten Smartphone- als auch namenhaften IT- und Netzwerkherstellern tätig. Von der Produktentwicklung, dem technischen Service bis hin zur Produktvermarktung, war Dennis an jeder Station maßgeblich mitbeteiligt. Seit 2019 ist Dennis zusätzlich als Technik-Redakteur bei Testventure.de tätig und stellt unseren Lesern sein Fachwissen bestmöglich zur Verfügung.
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