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Gorilla Glass 7, 6, 4, 3 – Alle Unterschiede

Corning Gorilla Glass ist heute die Standardabdeckung von Smartphones und Tablets. Es ist relativ kratzfest und sturzresistent. Inzwischen wird es in den Generationen 3 bis 7 angeboten. Die neuste Version ist Gorilla Glass Victus.

Was ist Gorilla Glass?

Hierbei handelt sich um die Glasscheibe auf dem Display, die dieses schützt. Diese hat der Hersteller Corning – daher die Bezeichnung Corning Gorilla Glass – durch eine chemische Behandlung so gestärkt, dass es nicht sofort Kratzer und bei einem Sturz nicht gleich einen Sprung auf dem Display gibt. Allerdings ist auch Corning Gorilla Glass nicht unendlich belastbar. Weitere Eigenschaften sind:

  • Das Gewicht ist geringer als bei herkömmlichem Glas.
  • Corning Gorilla Glass ist lichtdurchlässiger als normales Glas.
  • Es reagiert sehr sensibel auf die Berührung des Touchscreens.

Woher kommt der Name Corning Gorilla Glass?

Der US-Hersteller Corning hat sich für die Bezeichnung Gorilla Glass entschieden, weil diese Displayverkleidungen so schön und so belastbar wie Gorillas sind. Das ist ein Marketing-Gag, der funktioniert: Gorilla Glass kennt wirklich jeder.

Ist es absolut kratzfest?

Nein, nicht absolut. Auch kann es beim Sturz des Smartphones auf eine harte Fläche und aus einer gewissen Höhe durchaus brechen. Das geschieht aber längst nicht so schnell wie bei weniger festen Displays. Corning Gorilla Glass erhält abseits von der Herstellerwerbung auch durch unabhängige Tester immer wieder beste Noten für seine Kratz- und Bruchfestigkeit. Die üblichen kleinen Belastungen, denen ein Smartphone im Alltag ausgesetzt ist, übersteht es unbeschadet.

Wie stellt Corning das Gorilla Glass her?

Der Hersteller erreicht beim Gorilla Glass dessen Beständigkeit durch einen Ionenaustauschprozess. Dieser findet in einer alkalischen Salzschmelze statt, die rund 400 °C heiß ist. Sie erzeugt in der Glasoberfläche Druckspannungen, die das Risswachstum deutlich erschweren.

Gorilla Glass der Generationen 3 bis 7: Was ist der Unterschied?

Corning Gorilla Glas wird pro höherer Generation immer fester. 4 ist fester als 3, Gorilla Glass 7 ist die derzeit festeste Generation. Gorilla Glass 6 beispielsweise soll laut Hersteller doppelt so stabil wie Gorilla Glass 5 sein. In Labortests überstand sie 15 Stürze aus einem Meter Höhe ohne Beschädigung. Selbst einen Fall aus noch mehr Höhe könnte ein Smartphone mit Corning Gorilla Glass 6 mit etwas Glück unbeschadet überstehen. Für die früheren Generationen 3 bis 5, die bereits lange auf dem Markt sind, gibt es schon gut dokumentierte Werte:

  • Gorilla Glass 4 weist eine Härte von 596 kgf/mm auf. Es ist gegenüber fast allem, was Kratzer erzeugt, resistent – allerdings wohl nicht gegen winzige Sandkörnchen.
  • Gorilla Glass 5 übersteht 80 % aller üblichen Stürze aus rund einem Meter Höhe (Handy fällt aus der Hand oder Hosentasche). Mit Glück übersteht es auch einen Sturz aus 1,60 m Höhe.
  • Gorilla Glass 6 soll die doppelten Werte wie die Generation 5 erreichen.
  • Bei Gorilla Glass 7 (Victus) wurde die Fallhöhe auf bis zu 2 Meter erhöht und die Kratzfestigkeit nochmals verbessert.

Welche Smartphones sind mit Corning Gorilla Glass ausgestattet?

Fast jedes moderne Smartphone nutzt diese Displays. Der Hersteller kommuniziert die einzelnen Modelle auf seiner Webseite. Mit Stand Ende 2020 sollten 4,5 Milliarden Smartphones auf der Welt diese Displays getragen haben. Standardmäßig setzen sie beispielsweise Apple, Samsung, Huawei, Sony, HTC, Xiaomi, Microsoft und Motorola ein.

Fazit

Corning Gorilla Glass macht Smartphones sicher. Es gilt dabei: Je jünger Dein Gerät ist, desto mehr kannst Du Dich auf seine Stabilität verlassen, weil Corning diese Technologie ständig fortentwickelt.

Dennis F.
Dennis blickt auf eine mehr als 10-jährige Berufserfahrung als Produkt- und Marketing Manager in der Technikbranche zurück. Dabei war er bei renommierten Smartphone- als auch namenhaften IT- und Netzwerkherstellern tätig. Von der Produktentwicklung, dem technischen Service bis hin zur Produktvermarktung, war Dennis an jeder Station maßgeblich mitbeteiligt. Seit 2019 ist Dennis zusätzlich als Technik-Redakteur bei Testventure.de tätig und stellt unseren Lesern sein Fachwissen bestmöglich zur Verfügung.
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