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Wohlfühlen und energiebewusst heizen im Winter

Die besten Tipps und Tricks für Deine gemütliche Wohnung im Winter

Die ersten Herbststürme und Nachtfröste beweisen deutlich: Der Winter nähert sich mit Riesenschritten. Es wird höchste Zeit – vor allem angesichts der rasant steigenden Energiepreise – Deine vier Wände auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Bereits kleine Kniffe zeigen eine große Wirkung.

1. Die intelligente Technik des „Smart Home“ nutzen

Moderne Heizsysteme können mit ihren „smarten“ Thermostaten und Ventilen mehr als nur wohlige Wärme oder heißes Wasser produzieren. Sie gelten als effizient beim Energieverbrauch und nachhaltig in der Klimabilanz. Richtig angewendet helfen sie Dir, Deine Heizkosten um bis zu 15 Prozent zu senken. Du kannst beispielsweise über die Thermostate Heizungen für jedes Zimmer individuell einstellen. Die Elektronik erkennt Abweichungen wie etwa ein geöffnetes Fenster und passt die Heizung ohne manuellen Eingriff am Regler an. Per App über das Handy, mit einem Timer oder einer Anwesenheitserkennung gesteuert, fährt die „intelligente“ Technik das System zeitgerecht zurück beziehungsweise hoch. So sparst Du bei längerer Abwesenheit Energie und bei der Rückkehr erwartet Dich eine angenehm temperierte Wohnung.

2. Heizsysteme vor dem Winteranfang reinigen und fachgerecht warten (lassen)

Eine jährliche Kontrolle und Instandhaltung durch einen Fachbetrieb verlängert die Lebensdauer der Technik und hält sie effizient. Gerade bei etwas älteren Systemen ersparst Du Dir so böse Überraschungen im Winter und teure Reparaturen. Kleine Wartungs- und Pflegearbeiten wie das regelmäßige Entlüften der Heizkörper vor Beginn der Heizperiode kannst Du mit einem Ventilschlüssel selbst erledigen. Nun ist auch der richtige Zeitpunkt für die Reinigung der Elemente von innen. Eine spezielle Bürste für die Zwischenräume leistet dabei gute Dienste. Das staubfreie „Innenleben“ erhöht die Leistungsfähigkeit deutlich und sorgt zudem für ein gesünderes Raumklima.

3. Fenster und Türen winterfest machen

Permanente Zugluft beeinträchtigt die Heizleistung unnötig. Um Energiekosten zu sparen, sollten die Dichtungen der Fenster regelmäßig überprüft und, wenn nötig, ersetzt werden. In Fachgeschäften oder Baumärkten findest Du selbstklebende und daher leicht anzubringende Schaumstoffbänder. Sogenannte Zugluftstopper stellen ein einfaches und preiswertes Mittel gegen zugige Ritzen dar. Du erhältst sie in vielen ansprechenden Farben und Formen. Auf die Fensterbank oder an die Türe gelegt, bilden sie eine praktische Barriere für die eindringende kühle Luft. Bei Wärmeverlust über eine kalte Fensterscheibe hilft eine Fensterisolierfolie.

4. Rollläden und Vorhänge nachts schließen

Bei konsequent geschlossenen Rollläden an Deinen Fenstern oder Terrassen- beziehungsweise Balkontüren während der Nacht kannst Du den Wärmeverlust um bis zu 20 Prozent reduzieren. Auch zugezogene Stoffvorhänge tragen zu diesem Effekt bei. So benötigst Du am nächsten Morgen deutlich weniger Energie, Deine Zimmer wieder auf die gewünschte Temperatur zu bringen.

5. Möbel und Vorhänge richtig platzieren

Je freier die erwärmte Luft im Raum zirkulieren kann, desto effizienter und damit sparsamer funktioniert Dein Heizungssystem. Das bedeutet Sofas, Schränke oder Regale müssen mindesten fünf bis zehn Zentimeter „Abstand halten“. Für Gardinen aus schwerem Stoff gilt das Gleiche.

6. Die Türen zu unbeheizten Zimmern geschlossen halten

Im Gegensatz zum behaglichen Wohnzimmer müssen andere Räume wie das Bad, die Küche oder das Schlafzimmer nicht unbedingt stundenlang beheizt werden. Deshalb solltest Du alle Innentüren konsequent schließen, um die Wärme dort zu halten, wo Du und Deine Familie es sich abends gemütlich machen. So verhinderst Du, dass die warme Luft in die kühleren Raume wandert. Damit sparst Du nicht nur Energie, sondern beugst außerdem einer möglichen Schimmelbildung vor.

7. Teppiche auslegen

Glatte Fußbodenbeläge wie Fliesen, Parkett oder Stein lassen sich gut sauber halten und fühlen sich in der warmen Jahreszeit angenehm kühl an. Im Sommer ist das wohltuend, im Winter wirkt es eher ungemütlich. Teppiche und Läufer schaffen hier leicht Abhilfe. Die kuschligen Farbtupfer reduzieren den Wärmeverlust durch die Böden und lassen die „gefühlte“ Temperatur um mehrere Grad steigen.

8. Richtiges Lüften der Wohnung

Trotz mollig beheizter Räume – ab und zu braucht es frische Luft. Allerdings heißt hier die Devise: Stoß- und Querlüften statt ständig gekippter Fenster. Das bedeutet, mehrmals am Tag für einige Minuten alle Fenster öffnen, um für kompletten Austausch zu sorgen. Jedoch sollte dabei die Heizung zugedreht werden, damit Du keine unnötige Energie verschwendest. Hier zeigen sich die mit „Smart Home Technologie“ ausgestatteten Haushalte klar im Vorteil. Die intelligente Technik passt die Temperatur automatisch an.

9. Die Heizung nicht komplett ausschalten

Das klingt zunächst unlogisch, ergibt aber Sinn. Um vollständig ausgekühlte Räume wieder aufzuheizen, benötigst Du immens viel Energie. Daher solltest Du nachts oder bei längerer Abwesenheit im Winter die Heizung zumindest „auf Sparflamme“ weiterlaufen lassen.

10. Freiliegende Heizungsrohre isolieren

Leitungen bringen das heiße Wasser vom meist im Keller installierten Kessel zu den einzelnen Heizelementen. Ohne Isolierung beziehungsweise Dämmung geben sie selbst wertvolle Wärme auf ihrem Weg ab. Das lässt sich mit geringem Aufwand und preisgünstig vermeiden. Im Baumarkt erhältst Du sogenannte Rohrschalen aus speziellem Schaumstoff, um die Rohre zu verkleiden.

11. Für ein angenehmes Raumklima sorgen

Trockene Luft fühlt sich kälter an als feuchte. So gilt eine Luftfeuchtigkeit von circa 40 bis 60 Prozent als optimal. Um das zu erreichen, können mehrere pflegeleichte Zimmerpflanzen oder ein Luftbefeuchter für ein gesundes Klima in den Räumen sorgen.

Niemand möchte am Winteranfang auf Wärme und Gemütlichkeit in der eigenen Wohnung verzichten. Um trotzdem Energie und damit bares Geld zu sparen, gibt es neben den genannten Vorschlägen noch mehr einfache Tricks. Heißer Tee, ein kuschliger Pullover und dicke Socken gehören dazu. Als optimale Temperatur gilt für Wohnräume 20 bis 22 Grad, für die Küche 18 bis 19 Grad und für Schlafzimmer 16 bis 18 Grad. Mit jedem Grad weniger kannst Du etwa sechs Prozent Heizenergie sparen. Dafür lohnt es sich durchaus, am Regler zu drehen. Die moderne Technik unterstützt Dich mit ihren digitalen Möglichkeiten, energiebewusst sowie kostengünstig zu heizen. Davon profitieren neben Deinem Geldbeutel auch die Umwelt und das Klima.

Karsten L.
Karsten kommt aus der deutschen Film- und Fernsehindustrie. Er ist dort schon seit mehreren Jahren erfolgreich tätig. Sein Spezialgebiet ist die Darstellungen von Produkten und die Erstellung von Video- sowie Soundinhalten. Aufgrund der langen praktischen Erfahrung und Nähe zu Produktvorstellungen, macht Ihn das zu einem qualifizierten Redakteur auf Testventure.de.
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