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CPU-Kühler Test – Der große Kaufratgeber

In diesem Ratgeber findest du die aktuell besten CPU-Kühler für deinen PC. Ob für Intel- oder AMD-Prozessoren, mit oder ohne ARGB-Beleuchtung, wir zeigen dir die besten CPU-Kühler im direkten Vergleich.

Wer sich einen neuen PC zusammenstellt oder seinen alten Computer mit einem neuem CPU ausstattet, der benötigt zusätzlich auch einen leistungsstarken CPU-Kühler. Viele Gamer wollen an der Kühlleistung sparen und stellen erst im Nachhinein fest, dass man auf einen guten CPU-Lüfter lieber nicht hätte verzichten sollen. Oftmals wird der Gaming PC mit einem schwachen Lüfter viel zu laut, es treten Lags auf und der Rechner wird durch eine zu hohe Temperaturentwicklung instabil. Wir raten dir daher, sich direkt einen ausreichend starken Kühler für deinen Gaming PC zuzulegen. Nur welcher ist der richtige Prozessorkühler und passt dieser auch auf mein Mainboard? In diesem Artikel möchten wir die helfen, den passenden CPU-Kühler für deinen PC zu finden. In unserem großen CPU-Kühler Test, erfährst du alles Wichtige zum Thema Einbau, Lautstärke, Kompatibilität und Leistung. Außerdem findest du unsere aktuelle Bestenliste moderner CPU-Kühler im direkten Vergleich.


Standard CPU-Kühler

1. Noctua NH-U12S Redux

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Das würden wir kaufen
Noctua NH-U12S Redux, Hochleistungs-CPU-Kühler mit NF-P12 redux-1700 PWM 120mm...

Noctua NH-U12S Redux*

  • Für anspruchsvolle Gaming PCs & Arbeitsrechner
  • Sehr leiser Betrieb, auch für Ultra-Silence Systeme geeignet
  • Für alle Intel und AMD CPUs
  • 1700 U/Min, 4x 6mm Heatpipes
  • Dual-Lüfter möglich
  • Sehr Leistungsstark
  • Einfacher Einbau
  • Wärmeleitpaste ist vorappliziert
  • Asymmetrisches Design, blockiert keine RAM-Slots
  • Bauhöhe 15,8 cm
  • 6 Jahre Herstellergarantie
49,99 € bei Amazon*

Der Noctua NH-U12S Redux ist ein extrem Leistungsstarker und leiser CPU-Kühler der sich auch für anspruchsvolle Gaming PCs und Arbeitsrechner eignet. Der NH-U12S Redux ist mit allem gängigen Intel- und AMD-Prozessoren kompatibel und ist sehr leicht einzubauen. Die Wärmeleitpaste ist am Kühlkörper bereits vorappliziert und kann sofort eingesetzt werden. In unserem CPU-Kühler Test, schaffte der Noctua NH-U12S Redux eine maximale Temperatur von ≈ 54°C bei 1330 RPM. Insgesamt bietet der Kühler eine max. Leistung von 1700 RPM. Auch die Lautstäke konnte uns überzeugen und war mit geschlossenem Gehäuse, selbst unter Volllast kaum wahrzunehmen. Damit eignet sich der Noctua auch für Ultra-Silence-Systeme oder zum Overclocking. Der Noctua NH-U12S ist die perfekte Wahl für alle starken Gaming PCs und Arbeitsrechner die einen Leistungsstarken, leisen sowie zukunftssicheren CPU-Kühler suchen.

Zum Testbericht: Noctua NH-U12S Redux Test

Noctua NH-U12S Redux Testlogo Sehr Gut-Testventure

2. Alpenföhn Ben Nevis Advanced

Alpenfoehn Ben Navis Advanced Test
Unser Preis-Leistungs-Tipp
Alpenföhn Ben Nevis Advanced CPU-Kuehler mit Luefter

Alpenföhn Ben Nevis Advanced*

  • Für Einsteiger & Mittelklasse Gaming PCs sowie Arbeitsrechner
  • Für alle Intel und AMD CPUs
  • 1500 U/Min, 4x 6mm Heatpipes
  • Einfacher Einbau
  • Asymmetrisches Design, blockiert keine RAM-Slots
  • Starkes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Keine Wärmeleitpaste im Lieferumfang
  • Bauhöhe 15,9 cm
35,36 € bei Amazon*

Der EKL Ben Nevis Advanced ist ein kostengünstiger und gleichzeitig Leistungsstarker CPU-Kühler für Einsteiger- und Mittelklasse-PCs. Der Ben Nevis hat uns stets treue Dienste geleistet und hat uns nie im Stich gelassen. Der Kühler ist mit allem gängigen Intel- und AMD-Prozessoren kompatibel und ist leicht einzubauen. Eine extra Wärmeleitpaste ist im Lieferumfang allerdings nicht vorhanden. Auch unter Volllast, erreicht der Kühler eine angenehme Lautstärke und eine solide Performance. Der Kühler schafft eine maximale Leistung von 1500 RPM und bietet 4x 6mm Heatpipes im Asymetrischen Design. Der EKL Ben Nevis Advanced ist perfekt für alle, die für wenig Geld ein maximum an Performance herausholen möchten.

Zum Testbericht: Alpenföhn EKL Ben Nevis


CPU-Kühler mit ARGB-Beleuchtung

3. Alpenföhn Dolomit Advanced

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Unser ARGB-Tipp
Alpenföhn Dolomit Advanced 120mm, CPU Kühler mit RGB-Lüfter für Effiziente...

Alpenföhn Dolomit Advanced*

  • Für Mittelklasse & anspruchsvolle Gaming PCs sowie Arbeitsrechner
  • Schicke und abwechslungsreiche ARGB-Beleuchtung
  • Für alle Intel und AMD CPUs
  • 1700 U/Min, 4x 6mm Heatpipes
  • Dual-Lüfter möglich
  • Wärmeleitpaste im Lieferumfang enthalten
  • Einfacher Einbau
  • Auch für Silence-Systeme geeignet
  • Kein ARGB-Adapter im Lieferumfang
  • Asymmetrisches Design, blockiert keine RAM-Slots
  • Bauhöhe 15,4 cm
54,90 € bei Amazon*

Der Dolomit Advanced von Alpenföhn überzeugt durch eine starke ARGB-Optik mit einem tollen Farbenspiel. Der CPU-Kühler ist zusätzlich sehr leistungsstark und eignet sich auch für anspruchsvollere Systeme. Der Dolomit Advanced kann aber ohne ARGB-Optik betrieben werden und erreicht eine maximale Leistung von 1700 RPM. In unserem Test, schaffte der Dolomit Advanced im CPU-Stresstest eine max. Temperatur von ≈ 62 °C und eine max. Lautstärke von 52 dpa mit offenem Gehäuse inkl. Grafikkarte. Im Lieferumfang befindet sich eine extra Wärmleitpaste mit Spachtel, womit der Einbau zum Kinderspiel wird. Lediglich ein ARGB-Adapter ist nicht vorhanden, dieses sollte dein Mainboard schon mitbringen oder es wird ein extra Adapter* benötigt. Insgesamt kombiniert der Alpenföhn Dolomit Advanced eine tolle ARGB-Optik, eine hochwertige Verarbeitung und eine starke Kühlleistung zu einem fairen Preis.

Zum Testbericht: Alpenföhn Dolomit Advanced

Testlogo Alpenfoehn Dolomit Advanced Testventure Sehr Gut

Passende Wärmeleitpaste

Das würden wir kaufen
Thermal Grizzly Kryonaut Wärmeleitpaste, 5,55 Gramm

Thermal Grizzly Kryonaut*

Die Wärmeleitpaste Thermal Grizlly Kryonaut ist eine besonders leistungsstarke und hochwertige Paste, die sich universal für alle CPU-Lüfter eignet. Die Wärmeleitpaste lässt dank des extra mitgelieferten Spachtels, sehr leicht und unkompliziert auftragen. Ein Must-Have für jeden CPU-Kühler.
17,92 € bei Amazon*

Die Kühlung sollte auf den Worstcase ausgelegt sein

Ein PC-System steht und fällt mit seiner Kühlung. Computer steigern von Jahr zu Jahr ihre Leistungsfähigkeit. Häufig fahren Prozessoren im Desktop-Betrieb auf Sparflamme aufgrund integrierter Energiesparmechanismen. Erst unter Volllast beim Zocken, zeigt sich plötzlich, wie stabil tatsächlich die Kombination aus Prozessor und CPU-Lüfter ist. Während einfache Bürorechner wenig Leistung benötigen, können Arbeits- oder Gaming-Rechner und Vollast extrem schnell heißlaufen. Die Folgen sind Leistungsverlust, Lags, Instabilität und im Extremfall sogar komplette Abstürze. Zu schwache CPU-Lüfter, können aber auch im Sommer schnell an ihre Belastungsgrenze stoßen.

Klüger ist es, bei der Anschaffung diese Szenarien zu berücksichtigen. Bei einen Prozessorkauf, legen AMD und Intel bei ihren CPUs meist einen Boxed-Kühler zur Kühlung bei. Diese Boxed-Kühler halten die Temperatur gerade so auf einem Betriebsfähigen wert, sind aber bei weitem nicht optimal. Ein Boxed-Kühler ist zusätzlich meist sehr laut und eignet sich kaum für das heimische Wohnzimmer. Wer hingegeben sein Prozessor sogar noch übertakten möchte, der braucht natürlich mehr Spielraum – denn mehr Takt und mehr Spannung sorgen für eine stärkere Hitzeentwicklung.

Passt jeder Kühler auf jede CPU?

Früher war es deutlich komplizierter: PC-Kühler und deren Befestigungsmechanismen waren von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Ob ein PC-Kühler auf das Mainboard passte, hängte stark vom verwendeten Sockel und den Halterungen ab. In der Praxis haben sich inzwischen aber universelle Befestigungsmethoden durchgesetzt. PC-Kühler von Drittherstellern lassen sich häufig auf Intel- und AMD-Mainboards gleichermaßen platzieren. Im Falle eines Zweifels oder bei älteren Systemen hilft immer noch der Blick in die Herstellerangaben. Dort steht expliziert aufgelistet, welche Mainboard-Sockel von AMD und Intel konkret von dem Produkt unterstützt werden.

Eines gilt aber noch zu beachten: Manchmal blockieren Mainboard-Komponenten wie nahegelegene Slots für Arbeitsspeicher die Anbringung eines Lüfters. Besonders wuchtige Exemplare eigenen sich also nicht für alle Mainboards und Formfaktoren gleichermaßen. In der Regel ist es aber so, wenn du ein modernes Mainbaord besitzt, passen so gut wie alle Prozessor-Kühler auch auf dein Mainboard und eignen sich für Intel und AMD CPUs gleichermaßen. Wichtig ist nur zu beachten, dass der Kühler nicht zu hoch ist und du die Tür deines Gehäuses nicht mehr zubekommst. Das sollte vorher einmal überprüft werden.

Warum ist ein Boxed-Kühler nicht empfehlenswert?

Boxed-Kühler sind für die alltägliche Nutzung unter Normallast ausgelegt. Für durchschnittliche CPU-Modelle liefen sie ausreichend Leistung. Warum also einen separaten Kühler installieren? Die günstigen Standardlüfter sind weder besonders leise unter Last noch kühlen sie besonders effizient. Die Temperaturentwicklung nähert sich so eher der zumutbaren Grenze. Außerdem bieten sie kaum Spielraum für das Übertakten einer leistungsfähigen CPU. Zudem sind Prozessoren ohne Boxed-Lüfter etwas günstiger in der Anschaffung. Das eingesparte Geld lässt sich dann direkt in eine bessere Kühllösung reinvestieren.

Wie viel sollte ein CPU-Kühler kosten?

Für einen leistungsstarken Gaming PC empfehlen wir einen CPU-Kühler zwischen 50€ und 60€. Für Einsteiger- und Mittelklasse-PCs, reicht in der Regel ein Kühler zwischen 30€ und 40€ aus. Wer das maximum herausholen möchte oder auf Ultra-Silence setzt, der sollte zwischen 70€ und 100€ einen passenden Lüfter finden.

Noctua NF-A12x25 Rueckseite

Woher weiß ich was für einen Lüfter Mein PC hat?

Leider ist es aktuell nicht möglich direkt am PC unter Windows 10 zu sehen welcher CPU-Kühler gerade verbaut ist. Da hilft nur den PC aufschrauben und nachschauen, eventuell ist noch die Verpackung oder der Kassenzettel / Bestellbestätigung vorhanden auf der man nachgucken kann.

Was sind Heatpipes?

Heatpipes sind Verlängerung des Auflagestücks auf dem Prozessor und dienen zur Wärmeregulierung. Durch sie wird die Wärme schnell umgeleitet – meist zu einer lamellenartigen Struktur aus Metall, worüber die Hitze letztendlich abgegeben wird. Heatpipes sind im übertragenen Sinne eine Art Hitzeautobahn und somit bei hochwertigen CPU-Kühlern anzutreffen. Standardlüfter arbeiten hingegen oftmals mit einem gewöhnlichen Block aus Aluminium. Das spart zwar Platz ein, mindert aber beträchtlich den Kühlungseffekt. In der Regel sollten mindestens vier bis sechs Heatpipes für den Gebrauch mit Spielprozessoren verbaut sein – sofern Übertaktung, Wärme- und Lautstärke für Dich von Relevanz sind.

Touch oder Bodenplatte?

Manche Heatpipes sind seitlich mit der Bodenplatte des CPU-Lüfters verschweißt, berühren aber somit nicht die CPU direkt. Touch-Varianten verlaufen tatsächlich durch dieses zentrale Stück hindurch und stellen eine direkte Verbindung her. Manchmal besteht diese Auflageplatte sogar aus dem identischen Material wie die Heatpipes selbst. In der Praxis fallen Unterschiede durch diese Details aber eher gering aus. Viel wichtiger ist das gesamte Konzept und die Leistungsstärke des verbauten Lüfters.

Was sind RPM und U/Min?

Kurz und knapp: RPM (revolutions per minute) ist eine Einheit aus der Mechanik und beschreibt simpel die Drehzahl eines Objektes. Diese gibt die Rotationsgeschwindigkeit des Lüfters wieder – und zwar als Anzahl der Umdrehungen pro Minute. Lüftersteuerungen passen diesen Wert automatisch an den tatsächlichen Bedarf an. Steigt die Temperatur, erhöht sich auch die RPM-Rate. Das führt unter Last zu einer besseren Kühlleistung. Als Nebeneffekt wird der PC-Kühler deutlich lauter als im gedrosselten Modus. Hersteller geben die maximale Lautstärke ihrer Prozessorkühler in Form von Dezibel (dB) an. Daran lässt sich grob abschätzen, wie stark der Lüfter maximal wahrnehmbar ist. Das verrät allerdings nichts über die Charakteristik des Geräusches selbst. Hochfrequentes Surren empfinden viele Anwender zum Beispiel oft als unangenehmer im Vergleich zu niedrigen Frequenzen.

Tower-Kühler versus Top-Blower

Die bei Prozessoren beigelegten Standardkühler sind in der Regel klassische Top-Blower. Der CPU-Lüfter befindet sich parallel zum Prozessor direkt auf dem Kühlerblock und bläst den Luftstrom zurück in Richtung Hauptplatine.

Tower-Kühler scheinen auf den ersten Blick eine schlechtere Alternative zu sein. Immer wieder gibt es Behauptungen, diese kühlen das Mainboard und die CPU-Spannungswandler direkt im Sockelbereich nicht ausreichend. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Top-Blower blasen die bereits darunter angestaute Hitze im Kühlerblock direkt zurück auf die zu kühlenden Komponenten. Dadurch sinkt die Effizienz der Kühlung, während Tower-Kühler seitlich am Kühlkörper angebracht diesen Fallstrick umgehen. Diese saugen Luft aus der Umgebung an und blasen diese durch die erhitzen Lamellen des Kühlerblocks in den gegenüberliegenden Teil des Gehäuses. Dadurch verteilt sich die Wärme optimal und der CPU-Bereich und die Spannungswandler werden nicht mit ihrer eigenen Abwärme torpediert.

Vom Designansatz sind Tower-Kühler durchdachter und sorgen für einen besseren Luftfluss innerhalb des PC-Gehäuses. Da Mainboards aber auch auf Top-Blower ausgelegt sind, bleiben diese weiterhin sinnvoll und stellen keinerlei Risiko für die Hardware dar – wenn auch Tower-Kühler das elegantere Gesamtkonzept für sich beanspruchen dürfen.

Ist der Gehäuselüfter wichtig?

Ein Gehäuselüfter sorgt zusätzlich für eine gute Luftzirkulation und unterstützt den CPU-Kühler. Die Gehäuselüfter sind aber nur unterstützend zuständig, wenn der CPU-Lüfter zu schwach ist, helfen die Gehäuselüfter leider nicht weiter. 99% der Last trägt immer der CPU-Kühler.

Luft- oder Wasserkühlung?

Wasserkühlung gilt als Königsdisziplin und ist meist für Enthusiasten und Bastler eine attraktive Alternative. Anstelle eines Kühlerblocks mit Heatpipes und Lamellen sorgt ein Wasserkreislauf für den Abtransport der Wärme. Auch bei ihnen erfolgt der finale Wärmeaustausch in die Umgebung über einen Kühlblock und Lüfter – allerdings am Rande oder gar außerhalb des Gehäuses. So kühlt Wasser nicht nur besser, sondern führt die überschüssige Hitze aus dem geschlossenen PC-System effektiv heraus.

Da die Wärmeabgabe nicht mehr an der Hauptplatine erfolgt, fallen die Kühlblöcke oft größer aus und besitzen eine höhere Effizienz. Daher laufen sie tendenziell ruhiger. Dennoch bieten viele PC-Lüfter eine durchaus gute Performance für Gamer bei annehmbarer Geräuschentwicklung. Es bleibt letztendlich eine Frage des persönlichen Geschmacks und Anspruchs. Einen deutlichen Qualitätssprung gegenüber herkömmlichen Boxed-Kühlern bieten beide Produkte aber garantiert.

Warum brauche ich Wärmeleitpaste?

Ein Kühlerblock liegt niemals perfekt auf der CPU auf – selbst wenn die Zwischenräume für das Auge kaum wahrnehmbar erscheinen. Kleinsten Luftmengen dazwischen hemmen den Kühlungsprozess spürbar, da deren Wärmeleitfähigkeit nicht besonders stark ausgeprägt ist. Deshalb muss passender Ersatz her: Eine Wärmeleitpaste. Durch den Anpressdruck des Prozessor-Kühlers verteilt diese sich automatisch und gibt die Wärme wesentlich effizienter weiter. Ohne dieses wichtige Hilfsmittel steigt die Temperatur mitunter im zweistelligen Bereich an. Schon einfache Pasten auf Silikonbasis sind also durchaus empfehlenswert. In der praktischen Anwendung von Paste gibt es einen wichtigen Punkt zu beachten: Flüssigmetall als Leitpaste kann Gallium enthalten. Dieses neigt dazu, mit andern Metallen zu reagieren und sorgt bei Aluminiumflächen für Korrosion. Im Extremfall wird das Aluminium regelrecht spröde und brüchig. Eine solche Kombination ist bei der Zusammenstellung der Komponenten daher tabu.

Wie baue ich den Lüfter richtig ein?

Inzwischen bieten einige Lüfter Schalter an, um die Betriebsstärke zu regulieren. Diese lässt sich aber auch über Software justieren und bedarf nicht zwingend einen direkten Eingriff per Hand. Moderne Lüfter bieten aus modischen Gründen manchmal zusätzliche Anschlüsse für eine LED-Beleuchtung an. Der Stromanschluss selbst ist in der Regel ein 4-Pin-Anschluss (PWM), der in einen speziell dafür vorgesehenen Steckplatz auf dem Mainboard untergebracht wird. 3-Pin-Varianten lassen sich daran auch problemlos unterbringen. Wo der Anschluss sich genau befindet, steht im Herstellerhandbuch Deines Mainboards. Vor der Installation müssen Anwender die Wärmeleitpaste auftragen. Häufig sind bei Boxed-Kühlern bereits Wärmeleitpads angebracht, die kein weiteres Eingreifen erforderlich machen.

Wärmeleistpaste eigenhändig auftragen

Beim Auftragen der Paste kann diese als erbsengroßer Klecks mittig auf der CPU aufliegen. Der reine Druck vom CPU-Kühlkörper sorgt für eine ausreichende Verteilung. Allerdings sollte sie nicht seitlich aus den Zwischenräumen herausquellen. Besonders bei Pasten mit metallischen Anteilen drohen bei Verunreinigung auf der Hauptplatine ansonsten Kurzschlüsse. Wer es etwas präziser und effizienter mag, kann den Klecks vorsichtig mit einer Plastikkarte oder schmalen Kartonstück gleichmäßig verstreichen – das sorgt für eine optimale Abdeckung und beste Resultate.

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Die Kühlerinstallation

Am komfortabelsten ist die Installation des Kühlers außerhalb des PC-Gehäuses. Dadurch erhält der Anwender mehr Bewegungsfreiheit. Das Mainboard sollte dabei auf einem weichen, antistatischen Untergrund Platz nehmen. Schaumstoffunterlagen aus der Originalverpackung des Mainboards oder ein unbeschichteter Karton erfüllen meist diesen Zweck sehr gut. Der PC Kühler muss immer mittig aufliegen. Es gibt zwei gängige Verfahren zur Installation: Steckfüße oder Halteklammern.

Die Steckvariante ist bei allen Mainboards gängig. Um den Sockel herum sind vier Löcher angebracht, in denen die vier Steckfüße der CPU Kühler mit leichtem Kraftaufwand einfach eingesteckt werden. Ein Pfeil als Hinweis auf den individuellen Elementen verrät die Drehrichtung, um die Haltevorrichtung nachträglich festzustellen. Das sorgt für zusätzlichen Anpressdruck und hält den Lüfter zuverlässig in Position.

Die Halteklammern sind bei Custom-Designs erbreitet. Am CPU-Sockel befinden sich seitlich kleine Plastikausbuchtungen. Dort müssen die Halteklammern einharken. Diese lassen sich mittels eines Hebels an dem Kühler anspannen oder lockern. Gelockert stehen diese etwas weiter ab und bieten genug Spielraum zur korrekten Platzierung. Sitzen diese an Ort und Stelle, muss nur noch der Hebel mit leichtem Kraftaufwand umgelegt werden. Nun sitzt der Lüfter in der Regel fest und ist bereit für den Einsatz.

Wie immer gilt Folgendes zu beachten: Wenn unnatürlich viel Kraft für die Installation notwendig erscheint, sind Beschädigungen an der Hardware nicht ausgeschlossen. Auf Gewalt solltest Du bei der Installation auf jeden Fall verzichten. Bei Problemen ist es ratsam, alle Schritte nochmals sorgfältig zu wiederholen oder sich notfalls Hilfe von einem erfahrenen PC-Nutzer einzuholen.

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In welche Richtung muss der CPU-Lüfter?

In der Regel geht der Luftstrom Richtung Kühlrippe des CPU-Lüfters. Im Handbuch des Lüfters findest du aber eine genaue Angabe. Achte darauf, dass der Luftstrom inkl. des Gehäuselüfters aus dem Gehäuse herausführt und diese nicht gegeneinander laufen. Auf vielen Lüftern finden sich auch auf der Oberseite kleine Pfeile für die Lüfterrichtung.

Was bedeutet TPD?

Die Abkürzung TDP steht für Thermal Power Design und dient als ungefähre Richtlinie, mit welcher Verlustleistung der Anwender unter Vollast der CPU zu rechnen hat. Die TDP taugt als Angabe für den tatsächlichen Stromverbrauch relativ wenig.

Klar ist aber auch: Um zum Beispiel einen Prozessor unter Vollast zu betreiben, muss das Netzteil natürlich mehr als die genannte Verlustleistung zur Verfügung stellen können. Ansonsten stünden keine Reserven für den eigentlichen Bedarf mehr zur Verfügung. Wie hoch der jedoch liegt, hängt von der Effizienz und der Auslastung ab – ein verwirrendes Thema. Etwas hilfreicher ist TDP als Hinweis für die zu erwartende Temperaturentwicklung. Da hier jedoch aus praktischen Gründen keine Temperaturen von Herstellern genannt werden, bleibt auch an dieser Stelle nur eine ungefähre Schätzung möglich.

Tatsächliche Temperaturen hängen von Gehäusedesign, Zusammenspiel unterschiedlicher Hardware-Komponenten und Umweltbedingungen ab – all diese Kriterien lassen sich in einer einzelnen TDP-Angabe nicht erfassen. Außerdem besitzen CPUs je nach Generation einen unterschiedlichen Maximalwert bei der zulässigen Betriebstemperatur. Kurz: Eine gut gemeinte Hilfestellung, die aber im Detail zu wenig Aussagekraft bietet. Positiv: Die allermeisten Prozessorkühler sind automatisch so designt, dass sie zumindest bei durchschnittlicher Hardware ohne Overclocking eine zumindest annehmbare Leistung vorweisen.


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Dennis F.
Dennis blickt auf eine mehr als 10-jährige Berufserfahrung als Produkt- und Marketing Manager in der Technikbranche zurück. Dabei war er bei renommierten Smartphone- als auch namenhaften IT- und Netzwerkherstellern tätig. Von der Produktentwicklung, dem technischen Service bis hin zur Produktvermarktung, war Dennis an jeder Station maßgeblich mitbeteiligt. Seit 2019 ist Dennis zusätzlich als Technik-Redakteur bei Testventure.de tätig und stellt unseren Lesern sein Fachwissen bestmöglich zur Verfügung.
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